Unser Modell des Forum Romanum bewährt sich außerhalb Erlangens
Am 13. Juni, anläßlich der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin 2009, machten sich die beiden Erlanger Holzmodelle des Forum Romanum auf den beschwerlichen Weg zum Deutschen Archäologischen Institut in der Bundeshauptstadt.
In Verbindung mit den Modellen wurde auch die begleitende Texttafelausstellung exportiert und gezeigt. Wie im Vorfeld angekündigt, erfolgten stündlich Führungen zum Thema, die eine große Anzahl an Besuchern in ihren Bann zogen. Zusammen mit Herrn Prof. Freyberger, dem wissenschaftlichen Direktor des DAI Rom -der sich erneut begeistert über die Modelle zeigte- entführte Dr. Martin Boss die Zuschauer und Zuhörer auf diese wichtige Platzanlage im Herzen Roms. Neben der Bedeutung "sprechender Architektur" flossen dabei die neuesten Grabungs- und Auswertungsergebnisse von Herrn Prof. Freyberger mit in die Führungen ein. Im zweistündigen Wechsel stellten sich weiterhin Bernhard Steinmann und Robert Nawracala den zahlreichen Anfragen des nicht abreißenden Besucherstroms.
Nicht immer einfach zu bewerkstelligen, etwa bei Fragen wie "war Caesar nun gut oder schlecht?" konnte der Wissensdurst der Berliner doch weitgehend gestillt werden.
Publikumsreaktionen, wie die eines Besuchers, der erstaunt erklärte, er habe in dieser halbstündigen Führung mehr über das Forum erfahren, als in allen Rombesuchen vorher, zeigten deutlich die gelungene Vermittlung der archäologischen Informationen und der geäußerten Interpretations- und Denkanstöße. Parallel dazu erfreuten sich gerade bei den jüngeren Teilnehmern die kostenlosen Papierbausätze des Limes-Turms größter Beliebtheit, so daß die hundert Exemplare zügig "verbaut" waren. Alles in allem bestanden Modell, Ausstellung und Führungen den Einsatz außerhalb der Antikensammlung Erlangen mit Bravour.
Daß besonders unsere Modelle als Höhepunkt der Veranstaltungen im DAI galten, wurde spätestens über die Auswertung der Besucherumfragen ziemlich deutlich. Um Berlin noch etwas länger den Genuß der schönen Modelle zu ermöglichen, werden diese mit der begleitenden Ausstellung noch bis August in der Gipsabgußsammlung in Charlottenburg zu sehen sein.
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